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Yonder Journal: Georgien

Ein von rücksichtslosen Touristen verwüsteter Ort oder der Traum eines Bikepackers schlechthin? Genau das wollten die Jungs des Yonder Journals auf ihrem Trip nach Georgien, genauer gesagt Svaneti, herausfinden.

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GEORGIEN

“Wir müssen Teasers wegen der Hunde mitnehmen, die Hunde können echt gefährlich werden.“ — Tamaz, aka Tazo, aka Tazer Bevor wir nach Georgien reisten hatten wir so manche Vorbehalte. Diese wurden geschürt durch unsere eigene kulturelle Ignoranz gepaart mit so manchen fragwürdigen Ratschlägen von Familie und Freunden: Aggressive, wilde Hunde, Schilder und Hinweise ausschließlich in Landessprache, und gefährliche und furchtbar kalte Gletscher. Hm, kein Problem für uns… oder doch?!

Wir diskutierten lange darüber, wohin wir fahren sollten, so lange wie noch vor keinem anderen Trip. Zunächst mag das ja ganz verlockend klingen, wenn einem so quasi die ganze Welt offen steht. Doch dann stellen dich simple Fragen vor Probleme und erwecken so manche Zweifel: Wann fahren wir? Wie lange wollen wir unterwegs sein? Wer ist dabei? Wird die schwierige politische Situation unsere Reise beeinflussen? Kommen wir dort mit unseren Bikes überhaupt gut zurecht? Die Liste wurde immer länger und dennoch mussten wir Antworten finden. Doch dann entschieden wir uns für Georgien.

Anders als unsere Landsleute in einer vergangenen Zeit reisten wir mit durchweg guten Absichten ein. Und wider unseren Erwartungen ist Svaneti ein für Trekkingtouren durchaus sehr ungewöhnliches, aber besuchenswertes Fleckchen Erde. Wir machten uns mit unseren Bikes also auf in die im Nordwesten Georgiens verborgenen Gebirgszüge des Kaukasus, der Heimat der Svaneti. Die Berge sind beeindruckend wie eine natürliche Festung, und die Aktivitäten der Gletscher haben tiefe Schluchten in der Landschaft hinterlassen.

Eins sollten wir vielleicht noch klarstellen: Mit Trekking meinen wir Bergwandern. Das ist wie Treppensteigen in den Bergen, mal bergauf, mal bergab. Daher standen wir vor der Herausforderung: Würden die Trekking Trails unseren vollbepackten Bikes standhalten? Von Zeit zu Zeit mussten wir sie schieben oder tragen, aber den Großteil der Wege konnten wir tatsächlich mit unseren Bikes meistern. Die Nächte verbrachten wir in Trekking Motels, Herbergen oder schlugen unser Zelt auf höher gelegenen Graten auf. Wir fuhren auf Singeltracks, Doubletracks und auch dort, wo eigentlich keine Tracks waren. Von Tazer, unserem Guide und Freund, erfuhren wir viel über die lokalen Gepflogenheiten und kulinarischen Besonderheiten des Landes. Und entgegen unserer Vorbehalte im Vorhinein stimmten wir am Ende unserer Reise überein, dass Georgien wahrlich ein Paradies für Bike-Abenteurer ist!