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    Dämpfungseinstellung

    Eine korrekt eingestellte und perfekt auf dich abgestimmte Federung wird dir eine komplett neue Welt des Bikens eröffnen und wir machen es dir leichter denn je, dich in den siebten Dämpfungshimmel zu katapultieren. Du wirst mehr Traktion haben, schneller sein und am Wichtigsten: Du wirst dich wohler fühlen.

    Zuerst werden wir deinen Negativfederweg (SAG) einstellen, um sicherzustellen, dass du die Geometrie und den vollen Federweg deines Bikes ausnutzen kannst. Danach gehen wir zur Dämpfung über, damit dein Bike satt auf den Trails liegt und du die Bewegung deines Rahmens perfekt steuern kannst. Hört sich erstmal nach viel an, aber wir haben es dir so einfach wie möglich gestaltet. Versprochen.

    Schritt eins

    SAG einstellen

    Fangen wir von vorne an: Was zur Hölle ist SAG? Easy – SAG, auch bekannt unter Negativfederweg, ist der Teil des Federwegs, welcher allein durch dein Gewicht eingefedert wird. Die richtige Einstellung ist ein entscheidender Faktor, denn wenn dein SAG nicht passt, verändert es wichtige Fahreigenschaften, wie Handling und Geometrie auf negative Weise. Unsere Ingenieure konstruieren jeden Rahmen und Dämpfer so, dass sie auf einen bestimmten SAG Wert eingestellt werden. Wir nennen es Rx Tune. Und obwohl wir der Meinung sind, dass dieses Setup für die meisten FahrerInnen optimal ist, kann es durchaus sein, dass fortgeschrittene FahrerInnen je nach Gelände und Vorlieben diese Empfehlungen auf Ihre Bedürfnisse abändern.

    Tipps zum Einstellen des SAG

    1. Stelle sicher, dass die Einstellhebel an den Federelementen komplett offen sind (siehe Abschnitt über Dämpfung unterhalb), bevor du den SAG einstellst.

    2. Denke daran, dass du bei Federgabeln mit mehreren Luftkammern (Öhlins RXF) beide Luftkammern nacheinander nach aufpumpen musst, damit sich der Druck gleichmäßig aufbauen kann.

    3. Nachdem der gewünschte Druck erreicht wurde, entferne die Pumpe, um den SAG zu überprüfen. Bleibt die Pumpe verbunden, erhöht sich das Luftvolumen und verfälscht das Ergebnis.

    Schritt zwei

    Die Dämpfung einstellen

    Jede Federungskomponente enthält Flüssigkeit, die die Geschwindigkeit gesteuert wird, mit der sich die Feder bewegt. Wir nennen den Widerstand dieser Flüssigkeit "Dämpfung". Unsere Ingenieure optimieren die Dämpfungskreise unserer Fahrwerkskomponenten für zwei allgemeine Szenarien - Kompression und Rebound. […] Kompression tritt bei der Einfederbewegung auf, weil das Rad auf einen Schlag von unten reagiert oder die Federung auf die Bewegung des Fahrers reagiert. Rebound tritt dagegen auf, wenn sich die Feder aus einem komprimierten Zustand entspannt und die gespeicherte Energie und Kräfte in der Feder freigibt.

    Die Dämpfung einstellen: Finetuning

    Es gibt mindestens zwei Einstellmöglichkeiten an jeder Federungskomponente. Jede Einstellvorrichtung ist für ein bestimmtes Szenario (Ein- und Ausfedergeschwindigkeit) zuständig, während bei höherwertigen Komponenten sogar zwei Druckstufen Einstellungen möglich sind (High- und Low-Speed). Relativ unabhängig vom SAG wird die Dämpfung über besagte Einstellrädchen gesteuert, die es dem Öl erlauben, mit mehr oder weniger Wiederstand zu fließen, je nachdem in welche Richtung das Rädchen gedreht wird. Prinzipiell wie bei einem klassischen Wasserhahn. Beim Drehen des Wasserhahns im Uhrzeigersinn wird das Ventil verschlossen und der Durchfluss des Wassers minimiert. Wenn du den Drehregler hingegen in die entgegengesetzte Richtung drehst, öffnet sich das Ventil und das Wasser fließt. Jedes Einstellrädchen verfügt normalerweise über mehrere Positionen, die als Klicks bezeichnet werden, da sie beim Drehen ein Klickgeräusch abgeben. Ergibt Sinn, oder? HINWEIS: Dämpfungsempfehlungen, die als Klicks angegeben werden, beziehen sich immer auf die Anzahl der Klicks gegen den Uhrzeigersinn von der maximalen Dämpfung (Rädchen voll im Uhrzeigersinn geschlossen).

    Zugstufeneinstellung

    Die Zugstufeneinstellung (Rebound), normalerweise ein roter oder goldener (Öhlins) Knopf, regelt die Geschwindigkeit, mit der der Dämpfer in die ursprüngliche SAG-Position zurückkehren kann. Unsere Ingenieure sprechen hier Empfehlungen für das Rebound Setting (Rx Tune) aus, die hauptsächlich auf der Federhärte basieren. Fortgeschrittene Fahrer können diese Einstellwerte jedoch auf ihre Bedürfnisse anpassen - abhängig von Gelände, Fähigkeiten oder persönlichen Vorlieben. Wenn du beispielsweise das Gefühl hast, dass dein Bike vom Boden abspringt […], solltest du den Rebound verringern. Wenn sich die Federung hart anfühlt und nicht schnell genug zurückkehrt (dies wird als "packing" bezeichnet), solltest du die Geschwindigkeit des Rebounds erhöhen.

    Druckstufeneinstellung

    Die Einstellung an der Druckstufendämpfung (in der Regel ein blaues Rädchen) bestimmt, wie gut sich die Federung sowohl in harten wie auch in ebenem Gelände anfühlt. Im Gegensatz zur Zugstufe ist die Druckstufeneinstellung stark von deinem Fahrstil, dem Gelände und deinen persönlichen Vorlieben abhängig. Unsere Ingenieure empfehlen, mit einer geringen Druckstufendämpfung zu beginnen (Einstellung gegen den Uhrzeigersinn), und sie langsam dem Gelände und deinen persönlichen Vorlieben nach zu steigern. Wenn du beispielsweise das Gefühl hast, dass du an Traktion verlierst, solltest du die Kompression minimieren, indem du den Regler ein paar Klicks gegen den Uhrzeigersinn drehst. Wenn sich dein Bike zu soft anfühlt, als würdest du durch den Federweg rauschen oder durchschlagen, solltest du die Dämpfung härter einstellen, indem du die Druckstufe um ein paar Klicks im Uhrzeigersinn drehst.

    Glossar

    DURCHSCHLAGEN: Ausnutzen des kompletten Federwegs.

    KOMPRESSION: Fahrwerkbewegung die auftritt, wenn das Rad auf eine Bodenwelle trifft und somit die Federung zusammendrückt. 

    KOMPRESSIONSDÄMPFUNG/DRUCKSTUFENDÄMPFUNG: Dämpfung, die die Geschwindigkeit der Einfederbewegung steuert.

    D****ÄMPFUNG: Flüssigkeitswiderstand gegen eine Bewegung. Kraft, die entsteht, wenn Öl durch Bohrungen oder Ventilsysteme strömt. 

    PACKING: Wenn eine Reihe von Unebenheiten/Bodenwellen überfahren wird und sich das Rad zu langsam in die Ausgangsposition zurückbewegt – so, dass es bei der nächsten Welle noch keinen Bodenkontakt hat. 

    POGOING: Unkontrollierter Rebound.

    REBOUND: Fahrwerkbewegung die auftritt, wenn die Federkraft (egal ob Dämpfer oder Gabel) das Rad nach einer Bodenwelle wieder in die Ausgangslage zurückdrückt. 

    R****EBOUND DÄMPFUNG/ZUGSTUFENDÄMPFUNG: Dämpfung, die die Geschwindigkeit der Ausfederbewegung steuert. 

    SAG: Der Teil des Federwegs, welcher allein durch das Fahrergewicht eingefedert wird.

    FEDER: Ein mechanisches Bauteil, das Energie speichert und zurückgibt. 

    FEDERRATE/FEDERHÄRTE: The amount of weight required to deflect a spring one inch. The lower the spring rate, the softer the spring.

    TRAVEL: Maß für den Abstand vom unteren Ende des Federwegs bis zum oberen Ende des Federwegs.