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    Am anderen Ende des Regenbogens

    Specialized Soil Searching: Manon Carpenter

    "…Manons Liebe zum Biken stärker ist, als all diese Auszeichnungen, „flüchtige Momente“, wie sie sie bezeichnet. Ihre Leidenschaft für die zwei Räder wurde auf dem Grundstein des Mountainbikens geschmiedet."

    Frühjahr 2020, die Bluebells sprießen aus dem Boden und kleiden die uralten Wälder und mystischen Täler von Südwales in ein königliches Gewand. Der goldene Sonnenaufgang naht und wird die sanften, grünen Hügel in ihrer ganzen Pracht enthüllen. Manon startet zu ihrem Lockdown-Ride, um runterzukommen und dem Alltagstrott zu entkommen. Ein Versuch, sich zu verirren, um sich wieder zu finden – natürlich alles innerhalb ihres begrenzten Lockdown-Gebiets.

    Auf der Hügelkuppe, als die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, hat Manon ihren Aha-Moment. Ihr kommen so viele schöne Momente in den Sinn, die sie beim Mountainbiken erleben durfte, aber fühlt trotzdem einen Konflikt. Der Gedanke, dass manchen Menschen diese Erlebnisse vorenthalten werden, weil sie die Trails nicht kennen oder Strafen zahlen müssen, weil sie die falschen Trails befahren haben, macht Manon nachdenklich. Sie war entschlossen, ein tiefes Verständnis für ihr Umfeld aufzubringen, vor allem aber, warum es so unfassbar mühsam ist, die Trails in ihrer Region und letztendlich in ganz Großbritannien für Mountainbiker zu legalisieren.

    Zum Glück für die Mountainbike-Community ist Manon daran gewöhnt, ihren Weg durch schwieriges Terrain zu finden, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie verbrachte ihre Jugend auf der Jagd nach Regenbogenstreifen im internationalen Downhill-Zirkus. 2011 wurde sie UCI Downhill Weltmeisterin und Gesamtsiegerin des UCI Downhill Worldcups in der Juniorenklasse. 2014 konnte sie Doppelweltmeisterin werden, indem sie nicht nur die Gesamtwertung des UCI Downhill Worldcups, sondern auch die UCI Mountainbike Weltmeisterschaft gewann. Im selben Jahr wurde sie bei den USN Welsh Cycling Awards zum Radsportprofi des Jahres gewählt.

    Es wird jedoch klar, dass Manons Liebe zum Biken stärker ist als all diese Auszeichnungen, „flüchtige Momente“, wie sie es bezeichnet. Ihre Leidenschaft für die zwei Räder wurde auf dem Grundstein des Mountainbikens geschmiedet.

    2017 kehrte Manon dem Rennsport den Rücken und widmet sich seitdem ihrer zweiten Leidenschaft: der Geologie. „Die Natur hat mich schon immer fasziniert. Ich habe über Meeresbiologie oder Zoologie nachgedacht, bin dann aber bei Steinen gelandet.“, lacht sie. In ihrem Studium lernte sie, wie sich unsere Erde im Laufe der Zeit geformt und verändert hat. „Es ist schon cool, was in unserem Planeten vorgeht und wie lange diese Vorgänge bereits stattfinden.“, sagt Manon.

    Laut Manon ist der Schlüssel, nicht unseren Einfluss zu eliminieren, sondern zu steuern. Besonders, wenn es darum geht, den Mountainbikesport in den Umweltaktivismus zu integrieren. Die Wege, die wir erschaffen und pflegen werden, helfen unseren Planeten zu erhalten und weiterhin das Privileg zu genießen, draußen im Wald unterwegs zu sein.

    Manon und ein paar Gleichgesinnte sind aktiv an Gesprächen mit Ridern, Trailbuildern, Umweltschützern, Wissenschaftlern und Landbesitzern beteiligt. Das ultimative Ergebnis wäre ein Verständnis füreinander und die Erkenntnis, dass wir alle eine Rolle spielen, wie wir unsere Fähigkeiten und Leidenschaft einsetzen, um die Natur zu schützen. Weg vom Gefühl eines Anspruchs hin zu einem Gefühl der Zugehörigkeit und des Verantwortungsbewusstseins.

    Wir Mountainbiker sollten uns glücklich schätzen, Menschen wie Manon zu haben, die der Welt da draußen zeigen, dass wir Mountainbiker nicht einfach nur ein Haufen dreckiger, adrenalinsüchtiger Deppen sind, sondern eigentlich ein dreckiger, adrenalinsüchtiger Haufen netter Leute.