Rhetorik des Straßenrennsports

Hier, ja genau hier ist der Ort, wo du aktuelle News zu den wichtigsten Straßenrennen der neuen Saison findest: Redaktionell aufbereitete Nachrichten, dazu spannende Hintergrundberichte und exklusives Bewegtbildmaterial von unseren Road Teams Boels-Dolmans, Quick-Step–Floors, Bora-Hansgrohe und Axeon Hagens Berman. Wir werden dich über die gesamte Saison auf dem Laufenden halten - auf ein erfolgreiches Jahr 2017!

April 23, 2017

Liège-Bastogne-Liège

While the win for Anna van der Breggan did end up being dessert—a deliciously sweet end to the Ardennes Classics— Liège-Bastogne-Liège proved that, for Boels-Dolmans, the week was actually more like a choreographed dance routine. Podium step 1-2, step 1-2, step 1-2. Anna van de Breggan and Lizzie Deignan—in the end, it seemed they only wanted to dance with each other.

Liège-Bastogne-Liège began like most awkward school dances—a bunch of people, shyly scoping each other out and wondering who’ll make the first move. But everyone knows wallflowers get no action, so it didn’t take long for the pace to pick up. With each climb came another move, another breakdance, and another quickstep, but all were soon absorbed back to the fray. The band—a strong team fielded by Boels-Dolmans—played on as Christine Majerus, Megan Guarnier, and Karol-Ann Canuel kept the tempo high. It was a beat that not everyone could keep up with.

Cliques formed, and when a select group of five drove forward, Van der Breggan and Deignan tapped their toes patiently to this new move. Soon after it was “So you think you can dance” time for the group—now four—and with a glance back from Van der Breggan, and a small nod from Deignan, the Olympic Champion was off. You can talk fancy footwork all you like, but Anna simply throttled and surged from the front with a smooth, watts-charged rhythm. From there, it was pure interpretive dance all the way to the finish, four kilometers later.

The clean sweep for Anna van der Breggan—Amstel Gold, Flèche Wallone, Liège-Bastogne-Liège—was more than just a hat trick for one rider. Fun fact: no team has ever put two riders on the podium of every Ardennes race in the 1-2 position every race. And we can only talk the men’s teams here, because until this week, the women’s pro peloton had never had the opportunity to race all three races of the Ardennes Classics. Which just goes to show that, although we all love a good slow dance, there’s nothing better than that moment everyone’s invited on to the dance floor to strut their stuff.

  1. April 2017

Die Ein-Tages-Klassiker in den Ardennen

Amstel Gold Race, Fleche Wallone und Lüttich-Bastogne-Lüttich – drei Gänge eines Menüs aus Ein-Tages-Klassikern in den Ardennen, nach denen sich die Radsportfans weltweit die Finger geleckt haben. In diesem Jahr durften die Damen der Pro Tour ebenfalls am Renntisch Platz nehmen, strafften die Servietten in ihren Trikots, um in königlicher Manier bei allen drei Rennen zu dinieren. Und auch als nach den ersten beiden Gängen mit Lüttich-Bastogne-Lüttich nur noch das Dessert zum krönenden Abschluss auf der Speisekarte stand, war Anna van der Breggens (Boels-Dolmans) Siegeshunger noch immer nicht gestillt.

Doch beginnen wir von vorne: Amstel Gold. Obwohl der Name eigentlich eher nach einer hopfenhaltigen Vorspeise klingt, entsprechen die Zutaten für dieses Rennen eher jenen von sündhaft teurem Kaviar: intensiv, vielseitig und die 17 Anstiege entfalten sich als pure Schinderei auf der Zunge. Olympiasiegerin Anna van der Breggen, die bei der Amstel Gold-Premiere der Damen im Jahr 2003 gerade einmal zwölf Jahre alt war, wagte an jenem Sonntag aus einer sechsköpfigen Spitzengruppe – in dieser befand sich auch Teamkollegin Lizzie Deignan, die am Ende Zweite wurde – einen Ausreißversuch, der ihr den Sieg bescheren sollte. Eine holländische Gewinnerin eines holländischen Teams in einem Rennen in Holland? Klingt nach der perfekten Rezeptur einer frischen Waffel.

Der zweite Gang wurde wenige Tage später serviert: Flèche Wallonne der Damen, wie das Lieblingsessen von Anna van der Breggen mit bekannten, gewinnbringenden Zutaten. Ihre Attacke zwischen den beiden letzten Anstiegen war ein Abbild des letztjährigen Rennverlaufs und sicherte ihr den erneuten Triumph. Somit stand ihr zweiter Sieg beim zweiten Ein-Tages-Klassiker in den Ardennen und – noch beeindruckender – ihr dritter Fleche Wallone-Gewinn in Folge zu Buche.

Zuletzt wird der Nachtisch serviert: Lüttich-Bastogne-Lüttich – eine völlig neue Kreation im Rennkalender der Damen World Tour. Der Sieg bei diesem prestigeträchtigen Rennen wird in jedem Fall den Fahrerinnen zuckersüß schmecken, die das Podium erreichen. Wir sind gespannt, wer noch den größten Siegeshunger hat…

  1. April 2017

Paris-Roubaix

Abschiede sind niemals leicht, doch Tom Boonen dabei zu beobachten, wie er seinen Traum vom fünften Paris-Roubaix-Sieg zerplatzen sah, hat wohl selbst den hartgesottensten Radsport-Fans einen dicken Kloß im Hals beschert. Als die Rennkilometer bis zum Zielstrich immer weiter schwanden und dem Belgier schlichtweg die Zeit davonlief, beschäftigte seine Fans wohl nur ein einziger Gedanke: Es ist seine letzte Chance, sein letztes Paris-Roubaix. Das ist das letzte Mal, dass wir ihn den Graben von Arenberg passieren sehen. Ein letztes Mal rast er vor unserern Augen mit einer Geschwindigkeit über das Kopfsteinpflaster, die unseren Atem stocken lässt, seine Beine, die sich unablässig immer weiter bewegen und seine unverkennbare, leicht bucklige Position auf dem Bike. Als Tommeke ins Velodrom einfährt - ein atemberaubender Zielsprint hat kurz zuvor das Rennen bereits entschieden - fragen wir uns, ob er in diesem Moment wohl dasselbe denkt wie wir. Dass dies der leztzte Sprint seiner Karriere sein wird...

Aber trotz der Enttäuschung - das märchenhafte Ende der Geschichte, das wir uns zuvor ausgemalt hatten, nahm schlussendlich doch eine andere Wendung - schleicht sich ein Lächeln in unsere Gesichter. Was für eine Karriere! Was für ein Geschenk, das uns Tom Boonen mit 15 Jahren voller unvergesslicher Radsportmomente gemacht hat! Sein unnachahmlicher Stil auf dem Rad, seine zahllosen Erfolge und einmaligen Duelle, seine Persönlichkeit als Mannschaftskapitän und seine Art, die Pro Tour über anderthalb Jahrzente zu prägen: Tommeke, wir verneigen uns!

  1. April 2017

Ronde van Vlaanderen

Auf dem Rennabschnitt durch Kwaremont kann sich Philippe Gilbert entscheidend von seiner Gruppe lösen. Ein gewagtes Unterfangen, schließlich sind noch über 50 Kilometer der diesjährigen Ronde van Vlaanderen zu absolvieren. Es bieten sich also noch ausreichend Chancen für Verfolger und Peloton, den Aureißer zu stellen. Doch er gibt alles und die Zuschauermenge tobt, an der Rennstrecke und vor den Bildschirmen. Diese Szene nimmt einem schier den Atem, Philippe hält den Kopf tief geduckt und tritt in die Pedale als gäbe es kein Morgen mehr. Unaufhaltsam, ohne Rücksicht auf Verluste, Vollgas dem Ziel entgegen.

Doch die Strategie geht auf, Gilberts Vorsprung schmilzt, doch er hält die Verfolger mit einem Abstand von 29 Sekunden auf Distanz als er die Ziellinie überfährt. Er steigt vom Rad und stemmt sein Arbeitsgerät voller Stolz gen Himmel. Es ist unglaublich, wie in einer "All in-Lotterie" hat er alles riskiert und am Ende den ganzen Pott abgeräumt: der neue Held von Flandern.

  1. März 2017

Mailand-San Remo

Der traditionelle Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo beginnt üblicherweise etwas unaufgeregt und das Peloton zieht sich wie eine an einer Perlenschnur aufgereihte Fahrerformation aus Mailand hinaus. Im malerischen Italienischen Ackerland beginnt sich das anfänglich dichte Feld dann ein wenig zu entzerren. Gelegentliche Ausreißversuche zwischen dem Gipfel des Passo del Turchino und den Ebenen in der Lombardei verpuffen anschließend ohne großes Aufsehen. Doch dann tauchen die Übertragungs-Helikopter am Himmel auf, die Spannung im Feld steigt und die Sprinter sammeln ihre Kräfte, um die folgenden Pässe, Cipressa und Poggio, ohne allzu großen Energieverlust zu überstehen. Nun wird es tatsächlich das erste Mal an diesem Tag richtig ernst: Peter Sagan attackiert auf dem Poggio, eine erste Kampfansage an die Konkurrenz. Lediglich zwei seiner Mitstreiter können ihm folgen und erwischen das Hinterrad des Trägers des Regenbogen-Trikots. Eine nervenaufreibende, rasende Abfahrt beginnt. Die drei Führenden bleiben geschlossen zusammen und können sich somit vorentscheidend vom Peloton absetzen. Der folgende Sprint auf der Zielgeraden raubt wohl selbst dem hartgesottensten Rennsport-Fan den Atem: Ellenbogen, Knie und Bikes werden zu den Instrumenten im Kampf um jeden Millimeter, die drei schonen weder sich noch ihr Material. Am Ende wird die knappste Entscheidung in der Rennhistorie in die Geschichtsbücher eingehen, die wahre Helden und echte Sportsmänner geschrieben haben.

  1. März 2017

Strade Bianche

Im Laufe seiner zehnjährigen Geschichte hat sich die Strade Bianche als eins der glanzvollsten und malerischsten Ein-Tages-Rennen im World Tour-Kalender etabliert. Der namensgebende weiße Schotter und der Zielbereich im Herzen der mittelalterlichen UNESCO Weltkulturerbe-Stadt Siena machen diesen Frühjahrsklassiker einzigartig. In diesem Jahr zeigte sich Petrus äußerst wohlwollend und lässt die beliebte Region in der Toskana in frühlingshaftem Glanz erstrahlen. Auch wenn unsere Hauptprotagonisten Zdeněk Štybar und Peter Sagan nicht aufs Podium fahren konnten, bleibt uns diese Edition der Strade Bianche als wundervoller Renntag der World Tour 2017 in Erinnerung.

  1. Januar 2017

Rennsportfans aufgepasst!

Das Jahr 2016 steht für Veränderung: Alte Bekannte schlugen neue Richtungen ein, die einen schrieben die letzten Kapitel ihrer Karriere, wiederum andere läuteten den Beginn einer neuen Ära ein. Die Zeit schreitet voran und wir gehen mit. Begleitet uns bei unserer Tour durch die Team Camps von Quick-Step, Boels-Dolmans und Bora-Hansgrohe und seid die ersten, die wissen, was das Jahr 2017 im Angebot hat.

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