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RADPFLEGE IM WINTER LEICHT GEMACHT

Regen, Schneefall oder Graupelschauer, schlammige Trails - nicht gut für dein Bike. Mit ein paar schnellen Handgriffen wird es den Winter unter solchen Bedingungen locker überstehen.

Vielleicht lebst du ja in einem Fengshui-Zen-Karma-Paradies, wo die Sonne das ganze Jahr nicht untergeht und ein sanftes Lüftchen zur Erfüllung deiner Pusteblumen-Wünsche weht. Wahrscheinlich kommen diese Bedingungen jedoch in der realen Welt des Ottonormal-Bikers eher selten vor. Denn diese fahren für gewöhnlich vor allem im Winter und manchmal auch im Frühjahr oftmals bei Regen, Schneefall oder Graupelschauern, auf schlammigen Trails oder durch eher ekelerregende Pfützen am Straßenrand. Dennoch zieht es uns bei diesen Bedingungen zum Biken nach draußen und wir klopfen uns nicht ganz ohne Stolz auf die Schulter, wenn wir nach etlichen Kilometern im Sattel die müden Muskeln unter der heißen Dusche wieder aufwärmen. Doch dein Bike fristet währenddessen ein etwas tristes Dasein in der Garage - verdreckt und vielleicht sogar schon schlammverkrustet, bevor du dich aufraffst, es zu putzen. Und das tut ihm ganz gewiss nicht gut. „Wenn wir frieren, gilt unsere Aufmerksamkeit nach der Rückkehr vom Trail sicherlich nicht mit erster Priorität dem Rad. Und wenn wir uns aufgewärmt haben, kann es schnell in Vergessenheit geraten. Oh ja, ich fuhr einmal mit meinem Bike durch tiefen Schneematsch", erinnert sich Sara Jarrell, Ingenieurin bei SRAM. „Doch all der Mist, durch den du mit deinem Bike fährst, kann verheerende Schäden anrichten.“ Daher gibt es nur eine Lösung: Putze dein verdammtest Rad! „Je mehr Zeit du darauf verwendest, es direkt nach deiner Ausfahrt zu reinigen, desto eher erkennst du potentielle Schäden und sparst dir wahrscheinlich eine Menge Geld“, sagt Jarrell. Unten im nächsten Absatz findest du ihre super simple Checkliste. Ein Blick darauf lohnt sich – dein Bike und dein Geldbeutel werden es dir danken.

VOR DEINER AUSFAHRT

„Ich habe mir ein gewisses Prozedere routinemäßig angewöhnt“, sagt Jarrell, „und das dauert lediglich fünf Minuten.“ Hier ihre Checkliste:

Laufräder und Reifen: Gib ihnen mit der Hand einen Schub, um sicherzustellen, dass sie rund laufen, alle Schnellspanner fest geschlossen sind und die Reifen keine sichtbaren Schäden aufweisen.

Bremsen: Achte darauf, dass sie nicht an den Bremsflanken schleifen. Betätige beide Hebel separat und stelle sicher, dass sie jeweils ausreichend Bremskraft für beide Laufräder aufbringen.

Steuersatz: Dies ist die zylindrisch angeordnete Einheit zwischen dem Lenker und der Gabel, das für ein sicheres, störungsfreies Lenken sorgt. Rüttle etwas daran, dein Steuersatz sollte nicht zu locker, aber auch nicht zu fest montiert sein.

Schaltung: Schalte einmal durch alle Gänge. Der Umwerfer sollte die Kette störungsfrei und ohne zu haken durch die Kassette führen. Dasselbe gilt für alle Kettenblätter.

NACH DEINER AUSFAHRT

„Der Winter bringt oftmals ungemütliche Wetterbedingungen mit sich“, sagt Jarrell, „daher ist es keine schlechte Idee, dein Bike trockenzulegen – inklusive der Kette – und den denselben Check wie zu Beginn durchzuführen.“ Hier die Details: Zu überprüfende Komponenten: siehe oben

Rahmen: Putze ihn mit einem feuchten Tuch. „Das ist eine gute Möglichkeit, dich besser mit deinem Bike vertraut zu machen und zu lernen, wie es funktioniert“, so Jarrell. Du wirst Kratzer und Schrammen leichter bemerken und dir wird auffallen, wenn etwas nicht funktioniert.“

Kette: Benutze einen Putzlappen, wische Schmutz und Staub damit ab und öle die Kette Glied für Glied nach. „Warte ein paar Minuten und entferne dann mit dem Lappen das überschüssige Öl“, empfiehlt Jarrell. Schalte dann noch einmal durch alle Gänge.

WENN DU NICHTS TUST, AUSSER….

Die Kette zu ölen und nachzureinigen: „Das wird den großen Unterschied ausmachen“, meint Jarrell, „nicht nur hinsichtlich der Überlebensdauer deiner Komponenten, sondern vor allem für deine Ausfahrten.“