YONDER JOURNAL: APPALACHEN, PENNSYLAVANIA

Baden oder nicht? Im zweiten Teil des Appalachen Abenteuers suchen die Fahrer weiterhin nach viel Spaß – und dem idealen Schwimmspot.

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PENNSYLVANIA AUDIBLE

Das State College, Pennsylavania, ist unfassbar schön und landschaftlich idyllisch gelegen. Blaugrüne Hügel erstrecken sich in Wellenformen im Norden und Osten. Der Boden ist sehr nährstoffhaltig und die Flora dadurch sehr vielfältig.

Wir kamen ein paar Wochen nach Semesterschluss an. Die Zeit, in der Studenten ihren Sommerjobs und Praktika nachgehen, oder der Couch ihrer Eltern einen wochenlangen Besuch abstatten. Wir fühlten uns wie auf einem Filmset in menschenleerer Kulisse. Trotz der Ausgestorbenheit fanden wir, was wir brauchten: einen Hackysack, ein Kopftuch mit Print und zwei Wanderstöcke.

Nach dem Frühstück verliesen wir das State College. Das Wetter hatte sich geändert: Während die Fahrt in Vermont windig und kalt war, war es jetzt in Pennsylvania feucht und heiß. Zumindest eine Abwechslung. Nachdem wir aus der Stadt rausgefahren waren, begann die Schotterstraße. Die Straßen waren gut zu befahren und wir sahen auf dem ganzen Weg nur ein Auto.

Einige in unserer Gruppe wussten viel über Vermont und Virginia, aber keiner hatte wirklich tieferes Wissen für State College. Daniel hatte vor ein paaren Jahren mal in der Gegend einen Road Trip unternommen und Chris Tank hatte sich im Internet informiert und Straßen gefunden, die unseren Vorgaben entsprachen. Schotter, Camping und nicht mehr als 100 Kilometer am Tag. Auf dem Papier sah das gut aus, aber als wir am ersten Tag einen Stausee und ein willkommenes Bad nicht wahrnehmen konnten, sank die Laune.

Die Unterhaltung, die folgte, lässt sich etwa so wiedergeben: Person 1: “Jungs, ich bin müde und die Berge hören nie auf”. Ein anderer: „Ja“. Person 2: „Müssen wir das machen? Eigentlich können wir doch machen, was wir wollen, oder?” Ein anderer: “Ja”. Person 3: “Richtig, es ist unsere Entscheidung.” Ein anderer: “Ja”. Person 4: “Ich will nicht den ganzen Tag Fahrrad fahren, es ist doch kein Wettkampf. Ich will baden gehen. Person 5: „Du hast Recht, lass uns anhalten, wo es uns gefällt und Fotos machen.“ Person 6: “Und lass uns Spass haben!” Ein anderer: „Ja“ Person 7: „Hey ich will auch was sagen. Ok. Gesagt“.

Schlussendlich haben wir die ursprüngliche Route über den Haufen geworfen.

Als wir am Camp ankamen, gingen wir schwimmen, das Wasser war kalt und erfrischend. Und Judy, unsere Gastgeberin, versorgte uns mit Hotdogs und Feuerholz – alles gratis.

Die Moral von der Geschichte? Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man flexibel sein muss, im Kopf und mit der Route. Also höre auf dein Herz und vertraue auf deinen Instinkt.