Schnell – das ist das einzige Attribut, das für mehr als ein Jahrzehnt mit dem Epic asoziiert wurde. Zu Recht, denn in der vergangenen Dekade hat dieses Bike mehr Weltmeistertitel, Olympiasiege und Podestplätze eingeheimst als jedes andere Bike seiner Kategorie. Aber purer Speed ist auf lange Sicht eben nicht das Allerheilmittel für lange Rides und Marathonrennen über technisch anspruchsvolles Terrain. Doch genau da kommt von nun an das neue Epic Evo ins Spiel.

Ein noch epischeres Epic

Du musst dich nur in unserem Büro umsehen, um herauszufinden, wo und wie die Idee zu diesem Epic enstanden ist: Diverse variantenreiche Epics mit Dropper Posts, breiterer Bereifung, noch breiteren Lenkern und längeren Gabeln, gepimpt für abartig lang anmutende Rides, harte Mehrtagesrennen und Touren durch wildes, unwegsames Gelände.

Warum also nicht ein solches Bike mit genau dieser Ausstattung direkt „out of the box“ bauen?

Bei dieser Idee ging es keinesfalls darum, das „normale“ Epic in irgendeiner Form zu diskreditieren, das mit einer wahrlich progressiven Geometrie und einem im Verleich zum Vorgängermodell feinfühligeren und direkteren Brain-Dämpfungssystem ausgestattet haben. Denn das Epic EVO besitzt dasselbe effiziente und leichte Chassis, kommt jedoch serienmäßig mit ein paar ganz speziellen, „mächtigen“ Features: Mit einer Gabel mit 120 mm Federweg, einer Dropper Post, breiterem 750 mm-Lenker und einer härteren, griffigeren Reifenkombination machen wir das schnellste XC-Bike der Welt noch vielseitiger.

Und dabei büßt es nicht im Geringsten an Race-Tauglichkeit ein – im Gegenteil! Das EVO ist gemacht für toughe Rennstrecken, aber auch perfekt für schnelle, ganztägige Fahrten ins Hinterland. Das Epic... noch epischer.

Bessere Traktion & Manövrierbarkeit
Auf deiner Line taucht vor dir plötzlich eine mächtige Stufe auf. Dir bleibt nur die Winzigkeit eines Wimpernschlags, dich zu fokussieren und dieses Hindernis unbeschadet zu meistern. Das Letzte, was du jetzt brauchen kannst, sind Reifen, die im entscheidenden Moment an Bodenhaftung vermissen lassen oder einen Sattel, der gefühlt höher ist als der Everest. Daher haben wir das Epic EVO mit einer Dropper Post und einer härteren, griffigeren Reifenkombination aus 2.3“ Ground Control und Fast Trak ausgetstattet.
Mehr Kontrolle & Komfort
Suspension hat für uns rein gar nichts mit Einheitsgröße oder Schema F zu tun. Denn wenn du den ganzen Tag unterwegs bist und der Trail dir immer wieder Steine und Wurzeln in den Weg legt, kannst du beim EVO getrost auf eine Gabel mit 120 mm Federweg setzen. Außerdem haben wir die Lenkwinkel flach und racig gelassen, die Lenkerbreite jedoch auf 720 bis 750 mm verlängert, um dir mehr Komfort und Kontrolle auf technischen Trails zu schenken.

Ein cleveres Brain

Das Brain System ist seit jeher eine entscheidende Zutat für den hoch effizienten Charakter des Epic gewesen. Auch wenn das Brain seit seinem Debut vor vielen Jahren gut ein Dutzend größere und kleinere Überarbeitungen durchlaufen hat, wussten wir, dass sein Potential noch weiter ausgereizt werden kann. Zunächst haben uns die Gesetze der Physik veranlasst, das Brain 2.0 noch näher an der Hinterradachse zu positionieren, um die Sensibilität zu steigern. Im Lauf der intensiven Entwicklungs-Zusammenarbeit mit RockShox kristallisierte sich dann ein System heraus, das mehr ein Novum denn ein Upgrade darstellt.

In der Praxis arbeitet es feinfühliger und direkter, schafft eine konstantere Dämpfung und erlaubt die Integration der Ölleitung in die Dämpferanlenkung selbst. Somit kann das Öl deutlich effizienter fließen, was die Funktion optimiert und eine unerreicht kompakte Bauweise ermöglicht. Wir versprechen also nicht zu viel, wenn wir meinen, dass das Brain 2.0 neue Maßstäbe setzt.