Giro d'Italia 2014

Montag, 2. Juni 2014

Der Giro d’Italia hatte schon immer einen ganz besonderen Stellenwert – sowohl bei den Athleten, als auch bei den Zuschauern. Chaotische Zielspurts, legendäre Bergetappen und haarsträubende Abfahrten prägen den Giro seit jeher. Ein Rennen, das nicht nur begeistert, sondern inspiriert. Auch die diesjährige Auflage des Klassikers enthielt alles, was sich Fans und Sportler im Vorfeld erträumt hatten: großen Sport, Drama und Aufregung pur – und eine interessante Randnotiz. Denn wo der Giro üblicherweise Radsportfans auf der ganzen Welt begeistert, hat er es in diesem Jahr geschafft, eine Nation in seinen Bann zu ziehen, der Radsport nicht gerade in die Wiege gelegt wurde.

Ausgeprägter Patriotismus ist sicherlich nichts Ungewöhnliches im Radsport. Kolumbien stand allerdings bislang noch nicht auf der Liste der Länder, bei denen die Bevölkerung schier ausrastet, wenn ein nationaler Athlet bei einer der großen Rundfahrten zur Höchstform aufläuft. Bis jetzt! Denn Rigoberto Uran und Nairo Quintane schrieben Geschichte. Quintana war der erste kolumbische Athlet, der bei einem solch wichtigen Rennen eine Etappe für sich entscheiden konnte. Und Uran war der erste Kolumbianer, der bei einer Grand Tour das Trikot des Gesamtführenden an sich reißen konnte und damit seine Landsmänner mit Stolz erfüllte. Und spätestens ab dem Zeitpunkt, als Uran drei Tage im Rosa Trikot auf die Strecke ging und sich ein möglicher zweiter Platz in der Gesamtwertung andeutete, wusste jeder Radsportprofi, dass man diesen Athleten zukünftig auf dem Zettel haben muss. Obwohl sein Name einigen Radsportfans vor der Saison noch nicht viel sagte, kommt dieser Erfolg nicht gänzlich überraschend. Rigoberto oder Rigo – wie er sich selber nennt – baute seine bislang sehr eindrucksvoll verlaufende Karriere langsam auf. Das bislang größte Highlight seiner Karriere ist der Gewinn der Olympischen Silbermedaille in London 2012.

Geboren wurde Rigo in Urrao, Kolumbien. Sein Vater brachte ihn bereits im dem zarten Alter von 14 Jahren zum Radsport. Durch die unruhigen politischen Umstände verlor Rigos Vater kurz nach Beginn seiner eigenen Karriere das Leben und so wurde Rigo unerwartet in die Rolle des Familienoberhaupts gedrängt. Gleichzeit wurde sein Talent vom Radclub seiner Heimatstadt erkannt, der Rigo daraufhin direkt unter seine Fittiche nahm. Der Sport eröffnete Rigo die Möglichkeit, der schwierigen Situation zu entfliehen und so fokussierte er sich künftig noch mehr auf das Radfahren.

Im Alter von 19 Jahren zog der Kolumbianer dann nach Italien, um eine professionelle Karriere zu starten. Nachdem er frühzeitig eindrucksvolle Erfolge feiern konnte, wurde er nach ein paar Jahren vom spanischen Super-Team Caisse d’Esparge Team unter Vertrag genommen. Rigo konnte seine guten Resultate bestätigen, wechselte für einen kurzen Zeitraum zum Team Sky und war der erste Kolumbianer, der die Wertung des besten Jungfahrers beim Giro 2012 sowie die olympische Silbermedaille gewinnen konnte. Nicht schlecht für einen Jungen aus den Straßen von Urrao.

Specialized arbeitete dieses Jahr sehr eng mit Rigoberto zusammen, um ihn so gut wie möglich bei der Verwirklichung seiner Träume und Ziele rund um die großen Rundfahrten zu unterstützen. Nachdem er bereits das Zeitfahren gewinnen konnte, übernahm Rigo dieses Jahr das Rosa Trikot. Das kam nicht von ungefähr: in der Saisonvorbereitung hatte Rigo sich zusammen mit Specialized Racing besonders auf die Disziplin Zeitfahren fokussiert. Specialized Racing stellte ihm dabei nicht nur das Material zur Verfügung, sondern verbesserte auch seine individuelle Sitzposition auf dem S-Works ShivBody Geometry Fit sei Dank!

Neben den beeindruckenden Resultaten von Uran machte zudem ein junger italienischer Fahrer das Feld auf sich aufmerksam: Fabio Aru. Fabio ist gerade einmal zwei Jahre Mitglied des Teams und konnte dieses Jahr die 15. Etappe auf seinem neuen S-Works Tarmac für sich entscheiden und darüber hinaus den dritten Platz im Gesamtklassement einnehmen. Mit dieser unglaublichen Leistung in seinem jungen Alter fliegen ihm derzeit die Herzen der italienischen Radsportfans nur so zu.

Ebenfalls beeindrucken konnte Michael Rogers vom Team Tinkoff-Saxo. Er gewann in unglaublicher Manier gleich zwei Etappen auf seinem S-Works Tarmac. Damit gingen insgesamt vier Giro-Etappen an Fahrer auf Specialized Bikes. Für Specialized stehen damit vier Tage im Rosa Trikot, drei Fahrer unter den Top 10 des Gesamtklassements sowie zwei weitere Podiumsplatzierungen unter dem Strich. Absolut hochklassiges Equipment, die individuelle Bikeanpassung Body Geometry Fit und professionelle Testverfahren: Specialized scheut keine Mühen, um die Athleten in jeglicher Hinsicht zu unterstützten und ihnen so einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen – ganz egal, ob beim Zeitfahren oder bei anstrengenden Bergetappen. Specialized gratuliert allen unterstützten Teams für eine beeindruckende Leistung beim Giro d’Italia – Bravo!

Rigoberto Uran, Etappe 13.

Fabrio Aru, Etappe 19.

Michael Rogers, Etappe 20.